Früher wurde mit der Fettzange (Caliper) das Unterhautfettgewebe an der 

Bauchfalte, dem Oberarm und einigen anderen Stellen des Körpers gemessen. Die Calipometrie ist ein einfaches Verfahren zur Ermittlung des Körperfettgehaltes. Da etwa 50% - 70% des Körperfettgewebes subkutan gespeichert werden, kann man mit Hilfe einer Fettmesszange (Caliper) an unterschiedlichen Messpunkten die Hautfaltendicke bestimmen. Hierzu werden die Haut und das subkutane Fett zwischen Daumen und Zeigefinger gepresst und von der darunter liegenden Muskulatur abgehoben. Die Dicke der so erzeugten Hautfalte wird mit dem Caliper gemessen. Über eine Berechung mit Hilfe eines speziellen Logarithmus der Ergebnisse aus den unterschiedlichen Hautfaltendicken lässt sich anschließend der Körperfettanteil bestimmen. Zu berücksichtigen ist, dass die Dicke der Hautfalte vom Alter, von der Rasse und dem Hydrierungsgrad abhängig ist. Ein oftmals unbeachteter Faktor ist der intraindividuelle Unterschied bei der Verteilung des Fetts. Übergewichtige speichern deutlich mehr Fett subkutan ab als normalgewichtige Menschen. Der Caliper sollte mit einem Anpressdruck von 10g/mm2 angelegt werden. Die Dicke der Hautfalte muss innerhalb von vier Sekunden abgelesen werden, um eine Kompression des Fettgewebes zu vermeiden.

Die Messung der Hautfaltendicke kann von Untersucher zu Untersucher schwanken und ist u. a. auch abhängig von dem Zeitpunkt, zu dem nach dem Loslassen des Calipers abgelesen wird und der Kraft, mit welcher der Caliper die Hautfalte zusammendrückt.

Vorbedingungen und Fehlerquellen

•    An jedem Messpunkt stets drei Messungen durchführen
      (Mittelwertbildung)

•    Dicke der Hautfalte abhängig:

      -    vom Alter

      -    von der Rasse

      -    vom Hydrierungsgrad

•    Interobserver-Unterschiede bis zu 50%

•    Intraindividuelle Unterschiede bei der Verteilung subkutanen Fetts

•    Unterschiedliche Auffassungen bei der Festlegung der Messstellen
      (1, 4, >10)

 

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